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Die 6. iFF.-Tagung findet am 19. und 20. April 2010 statt
Macht – Kontrolle – Gewalt
-Zur Bedeutung von Kontrollbedürfnissen und Fantasien in der Genese von Sexual- und Tötungsdelikten-
Vortragsprogramm der 6.iFF.-Tagung:
Sexual- und Tötungsdelikte umfassen ein außerordentlich breites Spektrum an Ursachen, Erscheinungsweisen und individuellen Besonderheiten auf Seiten der Täter und Opfer. Bei aller Vielfalt und Heterogenität der Delikte stellen wir aber immer wieder fest, dass ausgeprägte Macht- und Kontrollmotive – häufig in Verbindung mit sexuellen Fantasien – für das Entscheidungs- und Tatverhalten der Täter eine entscheidende Rolle spielen.
Die diesjährige iFF-Arbeitstagung setzt sich schwerpunktmäßig mit dieser Problemtrias von Macht – Kontrolle – Gewalt auseinander. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis behandeln aus interdisziplinärer Sicht die Frage, welche Rolle Kontrollbedürfnisse und (sexuelle) Macht- und Dominanzfantasien bei der Entstehung von Sexual- und Tötungsdelikten wie auch in der polizeilichen und forensischen Interaktion mit den Tätern spielen. Dabei wird auch zu erörtern sein, ob exzessive (sexuelle) Machtfantasien tatsächlich distinkte Merkmale von Sexual- und Gewalttätern oder aber weit verbreitete Begleiterscheinungen männlicher Sexualität sind.
Eröffnungsreferat
Zur Bedeutung des Pornografiekonsums in der Genese von Sexualstraftaten Prof. Dr. med. Hartmut A. G. Bosinski, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel Weitere Beiträge befassen sich u. a. mit folgenden Themen:
Autoerotische Todesfälle
Männerfantasien zwischen Macht, Kontrolle und Unterwerfung – Erfahrungsberichte einer „Ex-Domina“
Vergewaltigungstäter – Anforderungen an die Fallanalyse und Vernehmung
Gewalt, Inzest, Sklaverei – Lehren aus dem Fall von Amstetten
Forensisch-psychologische Begutachtung von Sexualstraftätern im Strafvollzug
Der Bäcker von Siegelsbach – Kasuistik eines Mordfalls
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